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AG Intercultural Management 道場

Impulse für Vertrauen, Synergien und Innovation im deutsch-japanischen Kontext

DJW会員Prof. Dr. Rolf Schlunzeからのお知らせ

2026-04-13, 13:02

Die Idee hinter der Arbeitsgruppe „Intercultural Management“

Die AG Intercultural Management 道場 wurde im DJW ins Leben gerufen, um den Austausch über interkulturelle Zusammenarbeit in deutsch-japanischen Arbeitskontexten gezielt zu fördern und mit praxisnahen Impulsen zu verbinden. Die konzeptionelle Vorbereitung begann im Jahr 2020 mit einem vierköpfigen Team aus Silvia Lorenz, Christopher Hecker, Maik Heinelt und Rolf Schlunze. Ausgangspunkt war die Überzeugung, dass erfolgreiche deutsch-japanische Kooperation weit mehr erfordert als fachliche Expertise allein: Sie lebt von Vertrauen, wechselseitigem Verständnis und der Fähigkeit, kulturelle Unterschiede produktiv zu gestalten.

Auf dem Weg von der Theorie in die Praxis

Das erste Konzept der Arbeitsgruppe stützte sich auf vier zentrale Themenfelder: Trust Building, Synergy, Innovation und Intercultural Competence Building. Von Beginn an war es das Ziel, gemeinsam mit Praktikerinnen und Praktikern ein Format zu schaffen, das interkulturelle Erfahrungen sichtbar macht, den offenen Dialog fördert und konkrete Anregungen für erfolgreiches Management in bilingualen und bikulturellen Arbeitswelten bietet. Im Mittelpunkt standen dabei nicht abstrakte Modelle, sondern Fragen aus der gelebten Praxis: Wie entsteht gegenseitiges Vertrauen in interkulturellen Teams? Wie lassen sich unterschiedliche Perspektiven in tragfähige Zusammenarbeit überführen? Und wie können kulturelle Unterschiede als Ausgangspunkt für Synergien und Innovation genutzt werden?

Verknüpfung deutscher und japanischer Perspektiven

Ein prägendes Merkmal der AG ist ihre japanisch-deutsche Dyadenstruktur. In Deutschland wurde das Format durch Carsten Watanabe und Rieko Ishii in Düsseldorf getragen, in Japan durch Rolf Schlunze und Aoi Ono in Osaka. Diese Struktur hat es ermöglicht, deutsche und japanische Perspektiven unmittelbar miteinander zu verbinden und Interkulturalität nicht nur inhaltlich zu behandeln, sondern auch organisatorisch zu verankern. So entstand ein kontinuierlicher Lern- und Gesprächsraum, in dem Erfahrungen ausgetauscht, Herausforderungen reflektiert und gemeinsam neue Ansätze für die deutsch-japanische Zusammenarbeit entwickelt werden konnten.

Die Arbeit der AG zielte dabei ausdrücklich auf die praktische Weiterentwicklung interkultureller Handlungskompetenz. Im Austausch mit Praktikerinnen und Praktikern wurde deutlich, dass interkulturelles Management nicht nur die Sensibilisierung für Unterschiede umfasst, sondern ebenso die Fähigkeit, kulturelle Synergien zu schaffen, Innovationspotenziale zu erschließen und Netzwerke des gegenseitigen Vertrauens aufzubauen. In diesem Sinne verstand und versteht sich die AG auch als ein praxisnahes Managementtraining, das zur Reflexion anregt, Orientierung bietet und die Teilnehmenden in ihrer Rolle als Brückenbauerinnen und Brückenbauer zwischen Deutschland und Japan stärkt. Der Zusatz 道場 (Dōjō) bringt diesen Anspruch in besonderer Weise zum Ausdruck: als Ort des gemeinsamen Lernens, der Übung und der kontinuierlichen Weiterentwicklung.

Seit dem Beginn der Veranstaltungsreihe im Jahr 2021 hat sich die AG kontinuierlich weiterentwickelt und inzwischen 30 Meetings durchgeführt. Die behandelten Themen reichen von Intercultural Trust über Intercultural Synergy, Intercultural Innovation und Intercultural Competence bis hin zu Fragen kultureller Sensibilität, positiver Kommunikation, Resilienz, Verhandlung, Change Management und interkultureller Führung. Damit hat sich die AG als verlässliches Forum innerhalb des DJW etabliert, das aktuelle Herausforderungen der deutsch-japanischen Zusammenarbeit aufgreift und in einen produktiven Dialog überführt.

Ankerpunkt im DJW Universum

Über das eigene Format hinaus hat die AG zudem wichtige Spillover-Effekte innerhalb des DJW angestoßen. So wurden in unserem Meeting im Oktober 2023 gemeinsam mit Jean Bauer, Gründer von Jean Bauer Consulting und Leiter der AG Nachhaltigkeit, Nachhaltigkeitsaspekte diskutiert, die der späteren Entwicklung dieser DJW-Arbeitsgruppe wertvolle Impulse gaben. Ebenso ergaben sich aus einem Gespräch mit Johannes Budkiewitz am 2. März 2023 in Hamburg Anregungen zur weiteren Entwicklung von Japamburg innerhalb des DJW, das im Anschluss auch online sichtbar wurde. Diese Beispiele unterstreichen, dass die AG Intercultural Management 道場 nicht nur ein Ort der fachlichen Auseinandersetzung ist, sondern auch als Impulsgeber für Vernetzung, Weiterentwicklung und neue Initiativen im DJW wirkt.

Die AG Intercultural Management 道場 steht damit beispielhaft für den Anspruch des DJW, den deutsch-japanischen Austausch aktiv, praxisnah und zukunftsorientiert zu gestalten. Sie verbindet den Austausch interkultureller Erfahrungen mit konkretem Managementlernen, stärkt Vertrauen zwischen den Beteiligten und trägt dazu bei, kulturelle Unterschiede als Grundlage für gemeinsame Entwicklung, Synergie und Innovation fruchtbar zu machen. Gerade darin liegt ihr besonderer Beitrag für den DJW und für die Weiterentwicklung deutsch-japanischer Zusammenarbeit in Wirtschaft und Gesellschaft.


Redaktionskontakt:

Prof. Dr. Rolf D. Schlunze
Ritsumeikan University OIC

E-Mail: intercultural@djw.de

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