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Vortrag: “Von Echizen nach Cismar – Der Keramik-Künstler Jan Kollwitz“ (Stuttgart, 17.11.2017)

Hinweis des Japanischen Honorarkonsulats Stuttgart

Der in Berlin geborene Jan Kollwitz (*1960) zählt zu den herausragendsten Keramik-Künstlern unserer Zeit.

Mo 06.11.2017, 15:58 Uhr

Titel: Vortrag “ Von Echizen nach Cismar – Der Keramik-Künstler Jan Kollwitz“
Vortragende: Dr. Susanne Germann, Japanologin
Datum: Freitag, 17. November 2017 um 19:00 Uhr
Ort: Bürgerzentrum Stuttgart-West, Bebelstr. 22, 70173 Stuttgart
Veranstalter: Deutsch-Japanische Gesellschaft Baden-Württemberg e.V.
Eintrittspreis: frei, Spenden erbeten

Der in Berlin geborene Jan Kollwitz (*1960) zählt zu den herausragendsten Keramik-Künstlern unserer Zeit. Sein Festhalten an selbstgesetzten Qualitätsmaßstäben, die keinen gestalterischen Kompromiss zulassen, verweisen auf seinen inneren Weg, den er in der Tradition japanischen Töpferhandwerks beschritten hat. Diese Kunstfertigkeit wurde in Japan bereits in der Azuchi-Momoyama Periode (1573-1600) zu höchster Blüte geführt, als Gefäßkeramik für die in Mode gekommenen Teezeremonien stark nachgefragt wurde.
Bevorzugt wurden rauhe Gefäße aus Steinzeug von expressiver Wucht, die unglasiert in Holzbrennöfen (anagama) einem mehrtägigen, scharfen Brand von ca. 1300 Grad Celsius ausgesetzt wurden. Bei solch hohen Temperaturen verbinden sich die Aschepartikel der zur Feuerung benutzten Holzscheite mit der Tonoberfläche und verschmelzen zu Glas. Asche - Glasuren sind das typische Merkmal dieser Keramiken.

Jan Kollwitz ging in Echizen bei Nakamura Yutaka in die Lehre. Der anagama-Ofenbaumeister Watanabe Tatsuo baute einen solchen Holzbrennofen für ihn in Cismar, wo er seit 1988 arbeitet.

Vom 09.12.2017 bis 31.03.2018 wird Jan Kollwitz im Siebold - Museum in Würzburg mit seinen Keramiken zu sehen sein.


Referentin:

Dr. Susanne Germann, Japanologin, arbeitet als Kuratorin und Autorin zu kunst- und kulturgeschichtlichen Themen Japans. Ihr besonderes Interesse gilt den deutsch-japanischen Beziehungen und dem japanischen Kunsthandwerk. 2014 erschien ihr bislang umfangreichstes Werk „Erwin von Baelz – Von Bietigheim nach Tokyo. Eine Biographie“.

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